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16.06.2013, 21:19 Uhr | Übersicht | Drucken
Der lange Arm des DDR-Unrechtsstaates

Die Vereinigungen der Union erinnern zusammen mit Dr. Matthias Heider an
den Volksaufstand in der DDR am 17. Juni 1953

Der Aufstand in der DDR vom 17. Juni 1953 jährte sich in diesem Jahr zum
59. Mal. Aus diesem Anlass hatten die Senioren Union, die Junge Union und die Frauen Union gemeinsam mit dem heimischen Bundestagsabgeordneten Dr.  Matthias Heider auf die Burg Schnellenberg in Attendorn zu einer Vortragsveranstaltung eingeladen.

Am 17. Juni 1953 sprachen sich 1,5 Millionen Ostdeutsche mit
Demonstrationen in der ganzen DDR gegen die Erhöhung von Arbeitsnormen und schließlich für freie Wahlen und ein vereinigtes Deutschland aus. Der Aufstand wurde mit Hilfe der Roten Armee durch die DDR-Machthaber blutig niedergeschlagen. Um an den Mut der Bevölkerung, die Verfolgung der Demonstranten und an den Verfassungsauftrag der Wiedervereinigung im Grundgesetz zu erinnern, war der 17. Juni bis 1990 deutscher Nationalfeiertag und ist bis heute Gedenktag. "Wir möchten mit der Veranstaltung an diesen Tag des Volksaufstandes in der DDR erinnern und herausstellen, wie für Einigkeit und Recht und Freiheit in Deutschland
gerungen werden musste. Die Deutsche Einheit war für uns ein Glücksfall
der Geschichte, wenn man bedenkt, dass vierzig Jahre deutsche Teilung
zuvor mit Mauer, Stacheldraht und Gewalt zementiert wurde", betonte
Matthias Heider.

Mit Herrn Harry Hinz, Vorsitzender des Netzwerks Stasiopfer Selbsthilfe
e.V. und Regionalbeauftragter der Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft (UOKG) berichtete am Sonntag ein unmittelbar von der Stasi verfolgter Zeitzeuge in seinem Vortrag von der menschenverachtenden Verfolgung durch das SED-Regime. Er schilderte eindrucksvoll seinen persönlichen Leidensweg, von den Verhören, Angriffen mit scharfen Hunden bis zum Einsatz von Drogen und Elektroschocks. Neben seinen Erfahrungen schilderte er aber auch die bis heute andauernden Probleme mit der Aufarbeitung der Verbrechen der Stasi und der DDR-Regierung. Als einen Schlag ins Gesicht der Opfer bezeichnete es Hinz, dass bis heute Richter und Gutachter im Amt seien, die selbst noch der Stasi angehört haben.
"Ein Teil der Mitglieder der Landtagsfraktion der Linken des
Brandenburger Landtags waren in Stasimitarbeit verstrickt beziehungsweise
selbst hauptamtliche Mitarbeiter oder als "IM" bei der Stasi beschäftigt", so Hinz.

 Die CDU-Vereinigungen und Herr Dr. Heider hoben hervor, dass eine
 regelmäßige Erinnerung an die Verbrechen, die in der DDR in der nahen
 Geschichte passiert sind, wichtig ist. Heider: "Auch heute noch spüren
 viele Verfolgte den "langen Arm" des DDR-Unrechtsstaates. Wir können
 nicht jede Ungerechtigkeit nachträglich wiedergutmachen, aber wir haben
 die Verpflichtung, durch Aufklärung und Benennung des Unrechts und der
 Täter dafür zu sorgen, dass Freiheit, Demokratie und Menschenrechte in
 Deutschland nie wieder infrage gestellt werden."


 

Junge Union Deutschlands
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